Cannabisanbau mit Bokashi: Küchenabfälle als Dünger nutzen

Wer Cannabis anbauen möchte, muss die grünen Pflanzen gut pflegen und regelmäßig mit Nährstoffen versorgen. Hierzu werden verschiedenste Dünger angeboten. Am Markt finden sich unterschiedliche Produkte für Hanfpflanzen. Möglicherweise ist es aber gar nicht notwendig teuren Dünger zu kaufen. Mit ein paar Küchenabfällen und etwas Zeit kannst du deinen eigenen Dünger herstellen. Gemeint ist kein Kompost, sondern Bokashi. Was das ist und wie auch du davon profitieren kannst, erklären wir in diesem Beitrag.

Was ist Bokashi?

Bokashi stammt aus dem Japanischen und bedeutet „fermentiertes, organisches Material“. Es handelt sich um eine uralte Kompostiertechnik, die auf einem Fermentierungsprozess basiert. Für die Fermentierung werden spezielle Mikroben angereichert. Für Bokashi wird das Prinzip der Gärung verwendet. Der Prozess ähnelt also dem Bier brauen. Bokashi Dünger möchtest du dennoch nicht trinken! Damit der Kompostierungsprozess gestartet werden kann, werden Bakterien, sogenannte effektive Mikroorganismen (EM), verwendet. Das Endergebnis von Bokashi wird als Dünger verwendet. Bokashi Dünger kann relativ einfach hergestellt werden und wird daher auch gerne für den Anbau von Cannabis verwendet.

Wie wird Bokashi hergestellt?

Bokashi kann einfach Zuhause hergestellt werden. Der Dünger benötigt nur wenige „Zutaten“ und ein bisschen Zeit. Grundlegend ist ein spezieller Bokashi Eimer. Zudem benötigst du die zuvor erwähnten Bakterien. Beides erhält man im Fachhandel oder einfach im Internet. Abschließend werden noch organische Küchenabfälle benötigt. Die Essensreste werden einfach, gemeinsam mit den Bakterien, in den Eimer gefüllt. Sobald der Eimer gefüllt ist, heißt es warten. Normalerweise muss Bokashi circa 2-3 Wochen fermentieren. Im Prozess entsteht eine Flüssigkeit, welche unten am Eimer abgelassen und ebenfalls zum Düngen genutzt werden kann. Nach dem Fermentieren hast du einen hochwertigen Dünger für deine Weed Pflanzen. Der Eimer kann einfach in der Wohnung aufgestellt werden. Es müssen keine üblen Gerüche befürchtet werden.

Welche Vorteile hat Bokashi für Cannabispflanzen?

Nun könntest du Dünger auch einfach kaufen. Warum ist es also möglicherweise sinnvoll auf Bokashi umzusteigen. Zunächst kannst du nach den anfänglichen Kosten nahezu kostenlos Dünger herstellen. Zudem kann Bokashi als besser angesehen werden, weil mehr Stickstoff enthalten ist. Besonders für Cannabispflanzen ist dies ein großer Vorteil. Gegenüber von klassischem Kompost kann Bokashi zudem deutlich schneller und einfach hergestellt werden. Der Bokashi Eimer benötigt nur wenig Platz und kommt ohne unangenehme Gerüche und Insekten daher.

Welche Nachteile hat Bokashi?

Leider müssen bei Bokashi Dünger auch gewisse Nachteile beachtet werden. Ein „großes“ Problem ist, dass bei Bokashi noch kein Zersetzungsprozess eingesetzt hat. Gegenüber anderen Düngern sind viele Nährstoffe daher noch nicht vollständig zersetzt und in größeren Molekülen vorhanden. Die Wurzeln können es daher bei der Aufnahme etwas schwerer haben. Zudem gibt es keine guten wissenschaftlichen Studien zu Bokashi. Die Wirksamkeit kann daher aktuell nicht bewiesen werden. Es ist aber zu beachten, dass viele Gärtner und Grower auf die Methode schwören und Bokashi seit langer Zeit in Japan verwendet wird. Und dies sehr erfolgreich!

Noch Fragen? Cannazon.de lesen!

Du willst noch mehr über Cannabis und Co. wissen? Dann solltest du unbedingt im Blog vorbeischauen und unsere anderen Beiträge lesen. Noch Fragen? Wir helfen gerne weiter! Wir sind außerdem Experte für das Cannabis kaufen. Falls du schon Erfahrungen mit Bokashi hast, freuen wir uns über dein Feedback.

Bleib entspannt!

Dein Cannazon.de Team