Eine Legalisierung und die Auswirkungen auf medizinisches Cannabis

Cannabis als Genussmittel zu legalisieren ist der Plan der jetzigen Bundesregierung. Ein ambitioniertes Vorhaben, das gute Chancen hat zu gelingen. Eine Fachleute erwarten eine Entstigmatisierung und mehr Interesse an medizinischem Cannabis. Dieser Artikel wird einmal thematisieren, welche Folgen eine Legalisierung für den medizinischen Cannabismarkt hat.

Medizinisches Cannabis immer noch günstiger.

Medizinisches Cannabis wird von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Betrachtet man den Bezug von Cannabis also ökonomisch, ist klar das Patient:innen weiterhin billiger wegkommen, wenn sie ihr Cannabis über ärztliches Rezept beziehen. Als Selbstzahler ist die Sache allerdings umgekehrt. Nach der Legalisierung ist davon auszugehen, dass die Preise in der Apotheke höher sind als im Fachgeschäft. Zur Zeit wird von den Grünen ein Cannabiskontrollgesetz angestrebt, dass den Preis analog zum Schwarzmarkt auf zehn Euro pro Gramm festsetzt.

Ärztliches Know How erforderlich

Wichtig wird sein, dass medizinisches Cannabis seinen Medikamentenstatus nicht verliert. Niemand der eine behandlungswürdige Erkrankung hat, sollte in ein Fachgeschäft gehen müssen. Weiterhin sollte der Arzt und die Apotheke eine Anlaufstelle bleiben. Nur so ist sicherzustellen, dass der Therapieerfolg Ziel bleibt und die Nebenwirkungen gering gehalten werden. Ein Schlüsselelement ist ärztliche Kompetenz. Ohne diese kann nicht gewährleistet werden, dass ein sicheres Medikament konsumiert wird. Auch sind individuell flexible Anpassungen der Verschreibung notwendig

Die Regierung muss die seit Jahren bekannten Probleme für Ärzt:innen und Patient:innen angehen. Wichtig ist der Zugang zur Kostenübernahme von medizinischem Cannabis. Die könnte sicherstellen, dass sich Patient:innen nicht auf alternative Versorgung umschauen. So könnten alle betroffenen von möglichst niedrigen Preisen profitieren.

Fachpersonal sollte geschult sein

Cannabis als Genussmittel ist nicht als Medikament vorgesehen. Nur Aufklärungsarbeit kann Patient:innen klar machen das freizeitlicher Konsum keine Therapie ersetzt. Personal in Fachgeschäften muss nicht nur geschult werden, sondern auch rechtlich verpflichtet sein chronisch Erkrankte den Weg zum Arzt zu empfehlen.

Ein positiver Effekt auf medizinisches Cannabis

Der offenere Umgang in der Gesellschaft, wird auch die Akzeptanz von Cannabis als Medikament steigern. Dadurch erhofft man sich sinkende Vorbehalte von Krankenversicherungen und Arzt:innen. Auch wird die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel Klarheit in Sachen Fahrtüchtigkeit schaffen. Damit dürfte sich die heute verbreitete Unsicherheit von Patient:innen klären.