
Cannabisanbau: Hanfsamen richtig keimen lassen
Cannabisanbau: Hanfsamen richtig keimen lassen
Seit der Legalisierung von Cannabis in Deutschland hat sich für einiges verändert. Nun darf jeder Erwachsene zu Hause für den Eigenbedarf bis zu drei Hanfpflanzen anbauen. Für viele Konsumenten ist die Idee, sich selbst mit Cannabis zu versorgen besonders verlockend. Doch viele scheitern schon bei der Pflege ganz normaler Zimmerpflanzen. Die Aufzucht von Cannabis erfordert Sorgfalt und Hingabe. Bereits bei der Keimung der Samen gilt es die besonderen Bedürfnisse der Pflanze zu berücksichtigen. Doch keine Sorge! Mit dem richtigen Know-How kann jeder zum Hobbygärtner werden.
Hanf: Ein Dunkelkeimer mit speziellen Bedürfnissen
Hanf gehört zu den Dunkelkeimern, was bedeutet, dass die Samen in völliger Dunkelheit keimen müssen. Sonnenlicht würde ihre Keimfähigkeit deutlich hemmen. Daher sollten die Samen beim Säen vollständig mit Erde bedeckt sein. Eine Tiefe von 1–2 cm ist ideal, um den Samen vor Licht zu schützen und gleichzeitig das spätere Abstreifen der Samenschale zu erleichtern. Während der Keimling in Richtung Oberfläche wächst, hilft die Erde dabei, die Samenschale abzustreifen, was ein natürlicher Teil des Keimprozesses ist.
Vorsicht beim Vorkeimen
Manche Gärtner bevorzugen es, Hanfsamen zuerst vorkeimen zu lassen, etwa in einem Glas Wasser oder auf einem feuchten Taschentuch. Diese Methode kann jedoch riskant sein, da die feinen Härchen der Wurzeln leicht beschädigt werden können, wenn man den Keimling in die Erde umsetzt. Zu viel Feuchtigkeit kann den Samen ebenfalls schaden. Die sicherste Methode ist daher, die Samen direkt in der Erde keimen zu lassen, wobei die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht triefend nass sein sollte.
Die richtige Erde und Pflege
Normale Aussaaterde ist ideal für die Keimung von Hanfsamen. Die Erde sollte gleichmäßig feucht sein, was durch vorsichtiges Umrühren und Gießen erreicht werden kann. Der pH-Wert der Erde sollte im leicht sauren Bereich liegen, etwa bei 6 bis 6.5. Alternativ bieten sich auch gebrauchsfertige Blöcke aus Steinwolle oder Gemische aus Torferde und Kokosfasern an, die alle notwendigen Nährstoffe enthalten und ein optimales Mikroklima schaffen.
Temperatur und Licht: Die Schlüssel zum Erfolg
Die optimale Keimtemperatur für Hanfsamen liegt bei 20 bis 25 °C. Temperaturen außerhalb dieses Bereichs können die Keimrate beeinträchtigen. Die Luftfeuchtigkeit sollte über 70 % liegen, um den Keimprozess zu unterstützen. Eine Growbox kann helfen, diese Bedingungen zu schaffen, aber auch eine Fensterbank kann ausreichend sein, solange genügend Sonnenlicht vorhanden ist. Sobald die Keimlinge zu sehen sind, spielt Licht eine zentrale Rolle, da die Pflanzen sofort mit der Fotosynthese beginnen müssen, um essenzielle Nährstoffe zu gewinnen.
Fazit: Wer Hanf sät, wird Cannabis ernten
Mit dem Wissen um die spezifischen Bedürfnisse von Hanf, wie seine Eigenschaft als Dunkelkeimer und die optimalen Bedingungen für Licht und Temperatur, lässt sich der Anbau erfolgreich gestalten. Die richtige Pflege und ein gutes Verständnis der Pflanze sind dabei entscheidend, um gesunde und ertragreiche Pflanzen zu kultivieren. Es lohnt sich die Zeit zu investieren, um sich mit dem Wissen um den Anbau vertraut zu machen. Am Ende wirst du für deine Mühen ausbezahlt.