Alkohol und Cannabis kombinieren: Wie geht man mit einem Mischkonsum um?

Cannabis und Alkohol sind natürliche Gegensätze. Macht Alkohol Menschen laut und extrovertiert, führt Cannabis doch eher zu Introspektion und Entspannung. Doch auch beides zusammen kann sich toll anfühlen, allerdings nur wenn es richtig gemacht wird. Cannabis und Alkohol im Mix wird als Mischkonsum bezeichnet und löst einen heftigen Rausch aus. Damit sollte man vorsichtig sein! Eine kurze Erklärung worauf man achten sollte.

Was ist Mischkonsum

Die beiden Substanzen Cannabis und Alkohol haben so unterschiedliche Wirkungen, dass sie die Menschen oft in gegensätzliche Lager spalten. Der Begriff „Mischkonsum“ beschreibt die überlappenden Wirkungen von mehreren, gleichzeitig eingenommenen Substanzen. Auch wenn sich das Wort manchmal auf die Kombination anderer Drogen bezieht, wird es doch am häufigsten im Kontext von einer Mischung aus Cannabis und Alkohol verwendet.

Warum man die Wirkung von Cannabis und Alkohol gleichzeitig erleben will, muss jeder für sich selbst wissen. Wichtig ist zu wissen, dass die beiden Substanzen sich gegenseitig verstärken. Es erfordert deswegen eine behutsame Herangehensweise. Falls man bei beiden Substanzen übertreibt, kann die Nacht schon mal enden, bevor sie richtig angefangen hat.

Der Mischkonsum – Wissenschaftliche Meinungen

Forscher der American Association for Clinical Chemistry haben die Wechselwirkung zwischen Alkohol und Cannabis untersucht. Ihre Ergebnissen zufolge scheint es so zu sein, dass das Trinken von Alkohol beim Rauchen von Cannabis den THC-Gehalt und den Gehalt des Stoffwechselproduktes 11-Hydroxy-THC im Blut deutlich erhöht. 11-Hydroxy-THC ist eine noch stärkere Form von Delta-9-THC, so dass eine Erhöhung des THC-Spiegels die berauschende Wirkung erheblich verstärken kann.

Viele Menschen haben schon schlechte oder sogar gefährliche Erfahrungen gemacht, das bedeutet allerdings nicht, dass man Alkohol und Gras nicht zusammen konsumieren kann. Wenn man es richtig macht, bietet der Mischkonsum einen Rausch, den keine der beiden Substanzen allein bieten kann. Es ist allerdings Vorsicht geboten und der Mischkonsum ist nicht jedem zu empfehlen.

Mischkonsum – Eine Anleitung

Bevor man sich dem Mischkonsum hingibt, sollte man sich einige Grenzen setzen. Viele Leute fallen den unangenehmen Nebenwirkungen des Mischkonsums zum Opfer, wenn sie sich erst dann zum Mischkonsum entschließen, während sie bereits zu betrunken sind, um rationale Entscheidungen zur Dosierung und dem Tempo des Konsums zu treffen.

Bevor man anfängt sollte man sich entscheiden in welcher Reihenfolge die beiden Substanzen eingenommen werden. Es gibt zwei Optionen: Zuerst trinken oder zuerst rauchen.

  • Zuerst trinken – Vor dem Rauchen zu trinken, kann die Wirkung von THC und seiner Stoffwechselprodukte ernsthaft verstärken. Wichtig ist es es Zug für Zug anzugehen. Man wartet zwischen den Zügen einige Minuten ab und legt den Joint ab, sobald man die gewünschte Wirkung spürt. Vermeiden sollte man vor dem Rauschen zu sehr betrunken zu sein. Denn falls man zu viel getrunken hat, wird man zu selbstsicher und wirft seinen ursprünglichen Ansatz über Bord. Das kann später dazu führen, dass man über der Toilette hängt.
  • Zuerst rauchen – Forscher haben heraus gefunden, dass Cannabis die Bioverfügbarkeit von Ethanol verändern kann. So wird die Zeit bis zum Wirkungseintritt verlangsamt. Das mag dabei helfen, sich zu schnell zu stark vom Mischkonsum beeinträchtigt zu fühlen, doch es macht es auch leichter, weiter zu trinken, ohne zu wissen, wie betrunken man wirklich ist. Bis es schließlich zu spät ist. Es heißt also, dass man es langsam angehen sollte, wenn man vor dem Trinken schon einen geraucht hat.

Wie man mit einer schlechten Reaktion auf den Mischkonsum umgeht

Gerät der Mischkonsum aus dem Gleichgewicht, kann es zu schlechten Reaktionen kommen. Falls es dazu kommt ist die richtige Reaktion wichtig. Die wesentlichen Empfindungen, die man bei einem schiefgelaufendem Mischkonsum erleben kann, sind:

  • Schüttelfrost
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Paranoia
  • Panik und Angstzustände
  • Schnelle Herzfrequenz

Zunächst heißt es immer gut durchatmen. Man sollte tiefe Atemzüge machen und dabei den Bauch aufblähen. Man atmet am besten durch die Nase ein, hält die Luft ein paar Sekunden im Bauch und atmet dann langsam durch den Mund wieder aus. Es ist besonders wichtig, die Ruhe zu bewahren und nicht weiter in Panik zu verfallen. Man sollte viel trinken und im Zweifel Hilfe holen.