Wenn das Rauchen von Cannabis müde macht – Die Gründe

Das Rauchen von Cannabis kann müde machen. Oft fühlen sich Raucher nach dem Konsum schläfrig und groggy. Vielen fehlt dann Energie und Motivation. Es ist nicht völlig erklärbar warum besonders exzessiver Cannabis-Konsum müde macht. Dieser Blogbeitrag geht auf einige Gründe ein, die die Wissenschaft gefunden hat.

THC ist die Hauptursache für die Müdigkeit

Cannabinoide und Terpene sind für einen Teil der Müdigkeit verantwortlich. Die psychoaktiven und psychotropen Verbindungen in Cannabis sind hauptsächlich für die Müdigkeit verantwortlich, die man durch den Konsum von Cannabis fühlt.

THC ist für das Cannabis-High verantwortlich und ist auch ein Auslöser für die Müdigkeit. Es ist genauso wie CBD ein Cannabinoid, das im Körper mit dem Endocannabinoid-System interagiert. Dieser Netzwerk von Rezeptoren erstreckt sich durch den ganzen Körper und ist an vielen geistigen und körperlichen Prozessen beteiligt. THC ahmt im Gehirn Anandamid nach, ein natürlich vorkommendes Endocannabinoid und bindet sich am liebsten an die CB1-Rezeptoren, die im Gehirn am häufigsten vorkommen.

THC wirkt außerdem auf den Dopaminkreislauf im Gehirn. Der Neurotranmitter beeinflusst das Motivations- und Energiegefühl der Konsumenten. THC löst ein Ungleichgewicht aus, dass das Energieniveau senkt.

CBD und andere Cannabinoide sind auch Auslöser der Müdigkeit. Es ist in Studien bewiesen, dass CBD eine Veränderung im Schlaf auslösen kann.

Der Einfluss von Terpenen

Terpene kommen nicht nur im Cannabis sondern auch an anderen Stellen in der Natur vor. Sie verleihen Cannabis die spezifische Art von Geschmack. Verschiedene Terpene haben Einfluss auf die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke, wodurch die Geschwindigkeit der passierenden Cannabinoide beeinflusst wird. Möglicherweise wird so ihre Wirkung verstärkt.

Die Qualität des Cannabis

Auch bei der Qualität des Cannabis kann der Grund der Schläfrigkeit gefunden werden. Auch wenn der Begriff Qualität schwer zu definieren ist, da er sehr subjektiv ist. Doch haben die Art des Anbaus, der Härtung und der Lagerung Einfluss auf den Grad der Müdigkeit und andere Wirkungen.

Denn auch die Qualität hat Einfluss auf das Cannabioid. Zum Beispiel haben etwas früher geerntete und in luftdichten Gläsern im Dunkeln gelagerte Blüten eine höhere THC-Konzentration. Wenn die Blüten länger an der Pflanze verbleiben oder bei Licht in Plastikbeuteln reifen, wird das THC in andere Cannabinoide umgewandelt, von denen man annimmt, dass sie Konsumenten schläfriger machen.

Nicht aus den Augen verlieren sollte man das THC und CBD Verhältnis als auch die Menge der verschiedenen Terpene. Ist die Cannabissorte gut angebaut, ist es wahrscheinlicher, dass die Wirkung ausgewogen ist und sich die Konsumenten weniger müde fühlen. Doch garantieren kann man nichts.

Die gerauchte Menge

Wer mehr raucht, wird auch eine verstärkte Wirkung aushalten müssen. Ist man nur auf ein sanftes High aus, kommt man häufig ohne Nebenwirkungen davon. Egal welche Sorte Gras konsumiert wird, wird sie einen müde machen, wenn man eine Menge davon raucht. Genauso hat das Rauchen an verschiedenen Tagen hintereinander, ein größere Wahrscheinlichkeit einen müde zu machen, als das einmalige Rauchen. Falls man ständig high ist, kann man schon mal eine nicht enden wollende Lethargie spüren.

Einnahmemethode

Auch die Einnahmemethode hat einen Einfluss auf die Müdigkeit. Delta-9-THC ist die Verbindung, die beim Rauchen von Cannabis das Gehirn erreicht. Obwohl die Verbindung hoch wirksam ist, wird sie schnell abgebaut. So kann der Körper sein Gleichgewicht schneller wieder herstellen.

Beim Schlucken von Cannabis wird Delta-9-THC zu 11-Hydroxy-THC. Diese potentere Version kann der Körper schwerer verstoffwechseln. Die Wirkung ist stark und langanhaltend. Außerdem neigen Konsumenten so schläfriger zu werden.