Die Vorteile von Aktivkohlefiltern

Krebserregende Stoffe können durch Aktivkohlefilter aufgefangen werden. Aktivkohlefilter haben viele Poren. Außerdem verfügen sie über eine Absorptionsfähigkeit. Beides führt dazu, dass sie schädliche Stoffe gut filtern können. Hier einmal ein Blogbeitrag zu den Vor- und Nachteilen vom Einsatz von Aktivkohlefiltern beim Rauchen.

Die Gefahren des Rauchens sind weitgehend bekannt. Auch beim Verbrennen von Joint erzeugt die Flamme viele derselben Karzinogene, die auch im Tabakrauch vorkommen. So steigert auch das Rauchen von Cannabis, besonders wenn es über einen längeren Zeitraum passiert, die Wahrscheinlichkeit an einer Atemwegserkrankung zu erkranken. Hier können Zigarettenfilter aushelfen. Sie verhindern, dass Teerpartikel in die Lunge gelangen. Aktivkohlefilter leisten noch einiges mehr.

Definition: Aktivkohlefilter

Luftreiniger, Staubsauger und Wasserfilter benutzen Aktivkohlefilter. Sie haben einen hohen Kohlenstoffgehalt. Dieser bildet viele winzige innere Hohlräume oder Poren, wenn sie Hitze ausgesetzt wird. Es bildet sich so eine riesige Oberfläche. Außerdem jede Menge Platz, um Moleküle einzuschließen, die in flüssiger oder gasförmiger Form durch sie hindurchströmen. Auch beim Rauchen schafft es die Aktivkohle so, größere Mengen an krebserregenden Stoffen und Giftstoffen abzufangen, die sonst in die Lunge gelangen würden

Durch Adsorption arbeiten die Aktivkohlefilter. Während bei der Absorption Moleküle in ein Substrat aufgesaugt werden, bleiben bei der Adsorption die einzelnen Moleküle an der Oberfläche eines Objekts haften. Nach dem Prinzip der Adsorption arbeiten auch Silica-Gel-Päckchen. Diese binden Feuchtigkeit in Schuhen und Handtaschen. Aktivkohlefilter binden beim Rauchen Moleküle an sich, denn diese bleiben beim hindurchströmen an den Poren hängen und setzen sich an der Oberfläche der Kohle fest.

Herstellung von Aktivkohlefiltern

Unter viel Hitzeeinwirkung werden die Filter aus Kohlenstoff hergestellt. Zur Herstellung werden verschiedene Arten von Kohle, Kokosnussschalen und Holz verwendet, denn sie sind sehr kohlenstoffreiche Materialien. In Tanks ohne Sauerstoff erhitzen die Hersteller die Materialien auf Temperaturen von 600-900°C. Darauf folgt eine zweite Erhitzung. Dieser wird Stickstoff hinzugegeben und das Material wird dann auf eine noch höhere Temperatur von bis zu 1200°C erhitzt. Durch die Vorgänge wird die Struktur des Kohlenstoffs verändert. Sie schaffen die große Anzahl von Poren, welche die große Oberfläche bilden, die man für die Aktivfilter braucht.

Aktivkohlefilter und THC

Aktivkohle filter sind sehr effizient. Sie filtern organische und unpolare Moleküle sehr effektiv heraus. Das ist besonders dann vorteilhaft, wenn es um krebserregende Stoffe geht, die unpolar sind. Darunter z. B. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Allerdings sind genauso wie terpeno-phenolische Verbindungen auch Cannabinoide unpolar. Mit großer Wahrscheinlichkeit filtert der Aktivkohlefilter Moleküle wie THC aus, denn sie haben ein großes Molekulargewicht. Dieses hat zur Folge, dass sie sich leichter in den Poren von Aktivkohlefiltern verfangen. Ein Nachteil ist, dass polare krebserregende Stoffe mit geringem Molekulargewicht wie Blausäure und Kohlenmonoxid häufig ungefiltert durch den Filter kommen.

Im Grunde bedeutet das, dass man immer noch high wird, wenn man sein Cannabis durch einen Aktivkohlefilter raucht. Allerdings verliert man etwas THC an den Filter und einige polare Karzinogene kommen trotzdem in der Lunge an. Es ist trotzdem wichtig festzuhalten, dass der Aktivkohlefilter einige unpolare Karzinogene herausfiltern kann. Die Gesundheitsbelastung gegenüber Joints und Blunts, die ohne diese Filter geraucht werden, ist reduziert.

Aktivkohlefilter im Vergleich

Es ist belegt, dass Aktivkohlefilter weniger Schadstoffe durchlassen als andere Zigarettenfilter. Forscher fanden sogar heraus, dass dieser Unterschied bis zu 40% beträgt. Es gelangen auf jeden Fall weniger instabile Moleküle in die Lunge. Andere Studien fanden ähnliche Ergebnisse. So kamen Forscher außerdem zu dem Schluss, dass Aktivkohlefilter die Belastung durch p-Benzosemiquinon (ein Reizstoff im Zigarettenrauch), der mit Emphysemen in Verbindung gebracht wird, reduzieren.

Im Vergleich zu Pappfiltern ist der Unterschied besonders eklatant. Pappfilter fungieren nicht wirklich als Filter, sondern dienen eigentlich nur als „Griff“ für einen Joint oder Blunt. Durch sie können Giftstoffe, krebserregende Stoffe und Teer ungehindert in die Lunge gelangen. Das bedeutet allerdings auch, dass Cannabinoide und Terpene frei in den Körper gelangen können.

Der Vergleich zu Zigarettenfiltern zeigt auch, dass Aktivkohlefilter krebserregende Stoffe besser herausfiltern können. Die große Oberfläche, die durch die vielen Poren erreicht wird, hat zur Folge, dass sie unpolare Verbindungen effektiver adsorbieren können. Zigarettenfilter bestehen aus Zellusloseacetat und binden instabile freie Radikale nicht so gut, was bedeutet, dass mehr krebserregende Stoffe durchgelassen werden.