
Chill – don´t kill! Warum bekifft Autofahren keine gute Idee ist
Chill – don´t kill! Warum bekifft Autofahren keine gute Idee ist
Sicherlich wart ihr schon mehr als einmal in der Situation, dass ihr gekifft hattet und euch dann gefragt habt, ob ihr doch noch Autofahren wollt. Die Aussicht auf das eigene Bett statt dem Gästebett bei Freunden lockt. Oder die Fahrt zum Supermarkt, um Süßigkeiten zu kaufen, nachdem man den ersten Joint des Abends genossen hat.
Lasst es euch gesagt sein: Hände weg vom Steuer, wenn ihr einen Joint geraucht habt! Obwohl es euch nicht bewusst sein mag: Ihr gefährdet die anderen Verkehrsteilnehmer, wenn ihr bekifft Auto fahrt. Seit Jahren steigt die Zahl der Unfälle, die unter Drogeneinfluss stattfinden, an. Besonders die Kombination von Alkohol und anderen Drogen birgt ein großes Unfallrisiko. Dem Statistischen Bundesamt zufolge hat sich in den Jahren 1991 bis 2019 die Zahl der Unfälle mit Personenschaden unter dem Einfluss von Drogen mehr als verfünffacht!
Keine mildernden Umstände für Kiffer
Oft hört man das Argument, dass Kiffen und Autofahren ja wohl weniger schlimm ist als alkoholisiert das Steuer in die Hand zu nehmen. Denn während man unter Alkoholeinfluss meist zu schnell und zu riskant fahre, wäre die Fahrweise beim bekifften Autofahrer eher defensiv und langsam. Das mag so sein, aber das macht den bekifften Fahrer nicht verkehrstüchtiger als den, der drei Bier intus hat. Wenn ihr einen Joint geraucht habt und im Anschluss Auto fahrt, ist eure Reaktionszeit enorm verlangsamt! Da macht auch die defensivste Fahrweise eure Fahrt nicht sicherer! Neben anderen Verkehrsteilnehmern gefährdet ihr natürlich auch euch selbst.
Bußgeld und Co
Außerdem hat man als bekiffter Autofahrer natürlich mit Strafen zu rechnen. Was beim Fahren unter Alkoholeinfluss der Promillewert ist, ist beim Fahren unter dem Einfluss von Cannabis der THC-Blutwert. Fast jedes deutsche Gericht orientiert sich an einem Grenzwert von einem Nanogramm THC pro Milliliter Blut. Fahrer, die beim Autofahren nach dem Cannabiskonsum erwischt werden, richtet sich die Strafe danach, wie oft sie schon mit Drogen im Straßenverkehr ertappt wurden:
- Beim ersten Mal hat man mit 500 Euro Bußgeld zu rechnen, zwei Punkten in Flensburg und einem einmonatigen Fahrverbot
- Beim zweiten Mal sind 1.000 Euro Bußgeld veranschlagt, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von drei Monaten
- Beim dritten Mal kommen zu den zwei Punkten in Flensburg und dem dreimonatigen Fahrverbot ein Betrag von 1.500 Euro Bußgeld
Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, überlegt euch vorher, ob ihr zum Joint greifen möchtet und ob und wie ihr nach Hause kommt.