Cannabis als Einstiegsdroge: Ein kontroverses Thema objektiv betrachtet

Cannabis wird als Droge weltweit diskutiert. In Deutschland und vielen anderen Ländern ist Cannabis weiterhin illegal. Obwohl Weed als eine der ungefährlichsten Drogen gilt, wird Marihuana von vielen Kritikern als schreckliche Droge dargestellt. Es gibt verschiedenste Argumente, die scheinbar gegen Cannabis sprechen. Der wohl größte Streitpunkt ist die Behauptung, dass Marihuana eine „Einstiegsdroge“ sei. Die Frage, ob Cannabis möglicherweise dazu führt, dass Konsumenten auch andere Drogen ausprobieren ist durchaus relevant für eine mögliche Legalisierung. Natürlich möchte niemand, dass der Konsum von Weed schließlich zu deutlich schlimmeren Drogen führt. Aber ist Cannabis tatsächlich eine Einstiegsdroge? Diese Frage zu beantworten ist gar nicht so einfach. In diesem Beitrag möchten wir dennoch nach einer Antwort suchen.

Was steckt hinter der Einstiegsdrogen-Theorie?

Zunächst sollte geklärt werden, was gemeint ist, wenn wir von einer Einstiegsdroge sprechen. Kritiker von Cannabis glauben, dass der Konsum von Cannabis dazu führt, dass man schlussendlich auch zu anderen „härteren“ Drogen greift. Das „ungefährliche“ Weed würde somit einen einfachen und leichten Einstieg in die Welt der Drogen bieten. Die Diskussion hat durchaus eine Berechtigung. Allerdings sollte beachtet werden, dass nicht nur Cannabis als mögliche Einstiegsdroge beobachtet wird. In letzter Zeit wurden besonders E-Zigaretten als problematische Einstiegsdroge eingestuft.

Was spricht für Cannabis als Einstiegsdroge?

Wenn man Marihuana als Droge betrachtet gibt es durchaus Argumente, die darauf hinweisen, dass es sich um eine Einstiegsdroge handelt. Durch den Konsum von Cannabis wird das Belohnungssystem in unserem Gehirn beeinflusst. Es ist kein Geheimnis, dass unser Gehirn durch den regelmäßigen Konsum neu „verdrahtet“ werden kann und langfristig auf maximale Dopaminausschüttungen drängt. Dies könnte theoretisch dazu führen, dass andere Drogen attraktiver werden. Deutlich relevanter ist aus unserer Sicht jedoch ein anderes Problem. Damit man in Deutschland Cannabis konsumieren kann wird man gezwungen dies illegal einzukaufen. Der Freizeit-Kiffer gerät damit automatisch in den Kontakt mit Dealern und Menschen, die auch andere Drogen konsumieren. Als Marihuana Konsument kommt man also deutlich schneller in den Kontakt mit harten Drogen. Die meisten Dealer verkaufen neben Cannabis auch Koks oder andere chemische Drogen. Damit ist es sehr einfach beim nächsten Treffen auch mal eine harte Droge zu erwerben.

Die Statistik zeigt, dass 44,7% der Menschen, die Cannabis probiert haben, letztlich auch andere illegale Drogen testen. Dies würde Cannabis durchaus als Einstiegsdroge darstellen. So einfach ist die Problematik aber nicht!

Warum Cannabis keine Einstiegsdroge ist

Wir sind überzeugt, dass Cannabis keine Einstiegsdroge ist bzw. dies nicht sein müsste! Zunächst muss man sehen, dass die genannte Statistik auch zeigt, dass 55,3% der Marihuana Konsumenten niemals eine andere illegale Substanz probiert haben. Das ist zunächst einmal die Mehrheit. Es gibt sicher Menschen, die durch den Konsum von Cannabis auch auf andere Drogen umsteigen. Daran ist aber nicht unbedingt das Weed selbst schuld. Stattdessen muss das Suchpotenzial der einzelnen Personen einbezogen werden. Menschen mit einer suchtanfälligen Persönlichkeit können auch durch legale Drogen zu härteren Drogen geführt werden. Es wäre daher falsch Cannabis als besonders gefährdend einzustufen.

Außerdem sollten Kritiker der Legalisierung beachten, dass ein großer Faktor der Einstiegsdrogen Theorie nur durch die Illegalität ausgelöst wird. Wenn man einen Gras-Dealer kennt, der auch Kokain verkauft, wird man auch viel wahrscheinlicher Kokain probieren. Könnte man Cannabis einfach an einer öffentlichen Abgabestelle kaufen, würde dieser Punkt vollständig wegfallen. Der Zugang zu harten Drogen wäre für den klassischen Kiffer gar nicht mehr gegeben.

Fazit und Fragen zu Cannabis und CBD

Ist Cannabis nun eine Einstiegsdroge? Wir sind überzeugt davon, dass man Weed nicht grundsätzlich als Einstiegsdroge abstempeln sollte. Es sind viele Faktoren zu beachten, die nicht mit dem Cannabis selbst zusammenhängen. Wir möchten aber auch nicht behaupten, dass Weed niemals als Einstiegsdroge zu sehen ist. Oft ist hier aber der illegale Status der grünen Kräuter schuldig. Daher könnte eine Legalisierung auch beim Thema Einstiegsdrogen hilfreich sein.

Noch Fragen zu Cannabis und CBD? Schau doch mal im Blog vorbei. Im Infoportal gibt es alles zum Cannabis kaufen.